Deine Gefühle, dein Kompass. Dein Leben, dein Weg.
Gefühle verstehen – innere Stärke fürs Leben entwickeln
Mentaltraining unterstützt Kinder, Jugendliche und Erwachsene dabei, mit Ängsten, Stress, Unsicherheiten oder innerem Druck besser umzugehen. Oft geht es dabei weniger um Leistung oder Inhalte, sondern darum, sich wieder sicher zu fühlen.
Gemeinsam entdecken wir Wege zu mehr Selbstvertrauen, innerer Ruhe und Leichtigkeit – damit Lernen, Schule und Alltag wieder freudvoller gelingen können. Je nach Bedarf mit oder ohne „Nachhilfe“.
Schulangst verstehen & liebevoll begleiten Manchmal fühlt sich der Schulweg schwer an – nicht, weil der Rucksack zu groß ist, sondern weil das Herz so voll ist. Schulangst kann viele Gesichter haben: Bauchweh, Tränen, Rückzug oder Gereiztheit. Bei mind-blooming möchte ich einen sicheren Raum schaffen, in dem Kinder und Jugendliche lernen, mit ihren Ängsten umzugehen – und Eltern Impulse bekommen, wie sie ihr Kind liebevoll stärken können. Damit Schule wieder ein Ort wird, an dem man sich entfalten darf.
von Admin | Dezember 3, 2025 | Beiträge | 0 Kommentieren
⚠️ Triggerwarnung Ich spreche in diesem Beitrag auch über starke Emotionen, Gedankenspiralen und Panikattacken. Bitte schau kurz, ob du dich heute gut und stabil genug fühlst, um das zu lesen. 💛 Es war hier wirklich lange ruhig. Nämlich so richtig lang. Und das hatte...
von Admin | September 16, 2024 | Beiträge | 0 Kommentieren
Als ich 11 Jahre alt war, hatte ich solche Angst vor meinem Lehrer, dass ich, als er "setzen!" rief, während ich an der Tafel stand, mich direkt vor seine Füße auf den Boden setzte. Ich hatte es nicht unter Kontrolle... zu viele Emotionen auf einmal... zu viel Angst....
von Admin | November 17, 2024 | Beiträge | 0 Kommentieren
Wer kennt es nicht? Weihnachten rückt näher und anstelle von Entschleunigung nimmt das Leben nochmal so richtig Fahrt auf. Im Job müssen vor Jahresende alle offenen Aufgaben abgeschlossen werden, die Kinder schreiben gefühlt jede Woche eine Schularbeit, und der...
Manchmal hat man wirklich Kack-Gedanken – das geht auch mir nicht anders! Diese negativen Gedanken können sich auf alle Lebensbereiche auswirken, sei es Familie, Job, Aussehen, Freunde oder ganz andere Dinge. Doch eines haben sie alle gemeinsam: Sie lassen uns...
Irgendwo zwischen Weihnachtsstress, den Schularbeiten der Kinder, Matura und insgesamt viel zu viel Multitasking ging sie verloren, meine Leichtigkeit. "Aber Melanie, du weißt und kannst das doch viel besser, schließlich bist du Mentaltrainerin und unterrichtest...
Jeder kennt das: Manchmal hat man einfach einen schlechten Tag oder auch gleich eine schlechte Phase, wodurch die Laune massiv zu leiden beginnt. Glaub mir, auch ich kenne das nur zu gut und dachte zum Beispiel im letzten Monat zwischen Arbeit, Lernen mit den Kids,...
Letzte Woche hatte ich eine großartige Klientin, mit der ich lange über das Thema Wertschätzung und die Wichtigkeit einer Dankbarkeitspraxis sprach. Und als wir dann so plauderten, meinte sie zu mir: "Weißt du, ich würde eigentlich gerne ein Dankbarkeitstagebuch...
Storytime Erst gestern meinte ein Kollege zu mir, dass ich es ja leicht im Leben hätte, weil ich nämlich EINFACH zu den "happy people" auf dieser Welt gehöre. Er könne das nicht, er sei nämlich von Haus aus pessimistischer … Ich mag diesen Kollegen -sogar sehr- und...
"Ich bin super überdreht und kann nur noch 4 Stunden schlafen, Schatz!", sage ich genervt um 2 Uhr morgens zu meinem Partner." Ich habe ihn aufgeweckt, um mich nicht länger meinem Gedankenkarroussel hinzugeben und anders als ich in so einer Situation reagiert hätte,...
Ich arbeite gerne mit Tricks. Nein, keine Sorge, ich trickse niemand anderen aus, nur mich selbst und das allzu gerne! Wie ich das mache? Ich habe mir für unterschiedliche Situationen, die in mir Stress oder negative Emotionen hervorrufen, oder die mir auf irgendeine...
Ich spreche in diesem Beitrag auch über starke Emotionen, Gedankenspiralen und Panikattacken. Bitte schau kurz, ob du dich heute gut und stabil genug fühlst, um das zu lesen. 💛
Es war hier wirklich lange ruhig. Nämlich so richtig lang. Und das hatte viele Gründe: Mein Alltag im Jahr 2025 war nicht nur voll, sondern teilweise auch mit neuen Herausforderungen gespickt. Meine Fernsehsendung ging weiter, Schule lief weiter, mein Mentaltraining-Job, meine Kids und insgesamt das ganz normale Familienchaos zwischendurch… Und irgendwo mittendrin bin ich immer mehr untergegangen, um nicht zu sagen fast ertrunken … Bloggen war zwar immer etwas, das ich liebe – aber dafür fand ich im Jahr 2025 echt keinen Platz.
Erst jetzt, im Dezember :), merke ich, wie langsam wieder Luft hereinkommt. Ideen. Energie. Vielleicht auch ein kleines „Juhuu, ich bin ja doch noch da“, das aus irgendeiner Ecke meines Körpers zurückwinkt. Und genau deshalb schreibe ich euch heute hier.
In den letzten Wochen hat mich vor allem ein Thema besonders beschäftigt oder beinahe schon verfolgt: mein Gehirn und der ganze blöde Zirkus, der darin oft vorgeht :). Ja, ich bin Mentaltrainerin, aber auch meine grauen Zellen machen manchmal, was sie wollen …. Übrigens habe ich meinem Gehirn einen Namen gegeben: Helene. Warum? Weil es so viel leichter ist, sich von den Gedanken, die darin vorgehen, zu distanzieren. Und weil ich manchmal lachen muss, wenn ich denke: „Okay Helene, really???? Das war jetzt schon wieder ein bisschen dramatisch.“
Was mich beim Thema Gedanken gerade am meisten beschäftigt, ist vor allem der direkte Weg von Gedanken → zu Gefühlen → zu ganzen emotionalen Sturmwarnungen. Ihr kennt es vielleicht: Manchmal reicht ein Satz im Kopf. Oder ein blöder Moment. Eine Erinnerung. Und schon rollt eine Welle an Emotionen los und oft nicht die Angenehmsten. Bei mir kann das auch so weit ausarten, dass ich eine Panikattacke bekomme, dissoziiere und gar nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. Leider kenne ich all diese Dinge seit einem traumatischen Erlebnis vor Jahren nur zu gut.
Wirklich! Fuck off den Satz „What doesn’t kill you makes you stronger…“. Klar, mag zum Teil sicher stimmen, aber nur zu oft auch mit dem Zusatz „…and gives you trauma“. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.
Zum Glück habe ich über die Jahre gelernt, was bei mir Panikattacken auslösen kann und wie ich sie entschärfen kann. Und vor allem habe ich auch gelernt: dass ich nicht jede Katastrophenmeldung in meinem Kopf glauben muss. Pow, und ich sage euch, Helene ist nicht nur bastlerisch kreativ, sie könnte auch super Horror-Movies schreiben.
Spannend (und erschreckend) ist auch: Bei meinen Schüler:innen sehe ich oft mittlerweile dasselbe. Ich mache ja Mentaltraining mit ihnen – und selbst Kinder, die äußerlich super stark wirken, haben innen drinnen oft echt harte Glaubenssätze über sich laufen. Viel zu hart. Es tut mir oft richtig weh, zu sehen, wie früh das beginnt. Und gleichzeitig zeigt es mir, wie wertvoll dieses Arbeiten mit Gedanken und weiterführend mit Emotionen ist.
Ein Wort, das ich ihnen dabei schon immer wieder mitgegeben habe, ist Negativitätsbias. Ganz simpel gesagt: Unser Gehirn ist „leider“ darauf programmiert, Negatives intensiver und schneller wahrzunehmen. Ein alter Urzeit-Mechanismus, der uns damals vor Säbelzahntigern schützen sollte… heute aber eher dafür sorgt, dass Helene aus einem kleinen Problem direkt ein Weltuntergangsszenario bastelt.
Also ja, Helene redet viel – aber ich entscheide inzwischen, welche Geschichten bleiben dürfen und welche einfach in den mentalen Papierkorb wandern. Und auch du kannst bei deinem eigenen Gehirn jederzeit selbst entscheiden, welche Story du annimmst … und welche du liebevoll ziehen lässt. Deine Melanie
Wer kennt es nicht? Weihnachten rückt näher und anstelle von Entschleunigung nimmt das Leben nochmal so richtig Fahrt auf. Im Job müssen vor Jahresende alle offenen Aufgaben abgeschlossen werden, die Kinder schreiben gefühlt jede Woche eine Schularbeit, und der nächste Wintervirus lauert schon um die Ecke.
Dazu kommen die tausend Weihnachtsvorbereitungen: Geschenke, Essen, Weihnachtsfeiern – und noch mehr Geschenke! Aber muss das wirklich alles sein?
Meine Devise lautet: „Konzentriere dich auf das, was du selbst in der Hand hast.“ Die Schularbeiten der Kinder oder berufliche Projekte kannst du vielleicht nicht verschieben, aber viele andere Dinge sehr wohl. Muss es wirklich jedes Jahr die große Firmenfeier sein, oder wäre es okay, einmal auszusetzen? Müssen alle Geschenke teuer gekauft werden, oder reicht auch eine kleine, selbstgemachte Aufmerksamkeit? Am Ende bist du der Meister oder die Meisterin deines Lebens und triffst die Entscheidungen. Eine entspannte Vorweihnachtszeit ist möglich – wenn du bewusst Prioritäten setzt und das Ruder in die Hand nimmst. Hier sind fünf Tipps und zehn positive Affirmationen, um eine ruhige und besinnliche (Vor)weihnachtszeit zu gestalten.
5 Tipps für eine entspannte (Vor)weihnachtszeit
Weihnachtsfeiern mit Bedacht wählen: Natürlich kann es schön sein, sich mit Freunden oder Kollegen auszutauschen, aber es ist auch okay, Einladungen abzulehnen. Überlege dir, welche Treffen dir wirklich Freude bereiten und welche dir Energie rauben. Auch mal „Nein“ zu sagen, schafft Raum für echte Erholung.
Geschenke frühzeitig kaufen oder selbst gestalten: Geschenke auf den letzten Drücker zu besorgen, erzeugt unnötigen Stress. Plane ein, Geschenke rechtzeitig zu kaufen oder sie vielleicht sogar selbst zu machen – aber nur, wenn du wirklich Spaß daran hast! Manchmal finden sich auch zu Hause schöne Kleinigkeiten, die andere glücklich machen könnten. HIER ist eine einfache Idee für ein selbstgemachtes Geschenk.
Bewusst Auszeiten nehmen: Plane regelmäßige Pausen ein, in denen du bewusst durchatmest und zur Ruhe kommst. Sei es ein Spaziergang, ein paar Minuten Stille oder eine Tasse Tee – kleine Auszeiten helfen, die Hektik des Alltags zu durchbrechen und neue Energie zu tanken.
Weihnachtsvorbereitungen mit der Familie zelebrieren: Backen, Basteln oder Dekorieren können gemeinsam mit Kindern zu besonderen Momenten werden, anstatt eine weitere To-Do-Liste abzuarbeiten. Nutze diese Gelegenheiten, um das Miteinander zu genießen und das Weihnachtsgefühl in den Alltag zu bringen. Aber wie gesagt, nur die Dinge machen, die du auch gerne tust. Du magst Basteln so gar nicht, dann lass es <3!
Erwartungen und Perfektion loslassen !!!: Nicht alles muss perfekt sein. Weihnachten wird nicht schöner, nur weil der Tisch perfekt gedeckt ist oder alle Kekse wie aus dem Katalog aussehen :). Erlaube dir, loszulassen und dich auf das zu konzentrieren, was Weihnachten wirklich ausmacht: Zeit mit deinen Liebsten.
10 Positive Affirmationen für eine entspannte (Vor)weihnachtszeit
Ich nehme mir die Freiheit, meine Prioritäten zu setzen.
Ich lasse Erwartungen los, die mir nicht guttun.
Ich genieße die kleinen Momente der Vorweihnachtszeit. M
ein Wohlbefinden steht an erster Stelle.
Ich darf mir Pausen gönnen und sie ohne schlechtes Gewissen genießen.
Die Vorweihnachtszeit darf einfach und leicht sein.
Ich gebe nur das, was ich wirklich geben möchte.
Ich bin dankbar für die Menschen in meinem Leben, ohne in Stress zu geraten.
Ich akzeptiere, dass nicht alles perfekt sein muss.
Die beste Geschenkidee ist oft meine Zeit und Aufmerksamkeit.
Meine Lieben, im Folgenden findest du die Affirmationen noch zum Ausdrucken <3! Sei dir bewusst, dass du es selbst in der Hand hast, ob du die Vorweihnachtszeit hektisch oder entspannt gestaltest. Konzentriere dich auf das, was dich erfüllt, und lasse alles andere los. Vielleicht wird diese Weihnachtszeit sogar die entspannteste und bewussteste, die du je hattest. Alles Liebe, deine Melanie <3 <3 <3
PS: Hier findest du noch einige Links zu achtsamen Mandalas, die du ausmalen kannst – eine wunderbare Art, sich in der Vorweihnachtszeit zu entspannen:
Manchmal hat man wirklich Kack-Gedanken – das geht auch mir nicht anders! Diese negativen Gedanken können sich auf alle Lebensbereiche auswirken, sei es Familie, Job, Aussehen, Freunde oder ganz andere Dinge. Doch eines haben sie alle gemeinsam: Sie lassen uns schlecht fühlen und hindern uns oft daran, wichtige Dinge anzugehen. Wie oft habe ich mir gewünscht, schon früher Werkzeuge zu haben, um an meiner Denkweise zu arbeiten und so langfristig mein Wohlbefinden zu verbessern.
Deshalb teile ich heute drei Tipps mit dir, wie du negative Gedanken aufdecken und hinterfragen kannst. Zusätzlich gibt es ein Arbeitsblatt mit einer kleinen „Detektivübung“, die dir dabei hilft, diese Gedanken systematisch zu durchleuchten und in positive Denkmuster zu verwandeln. Stay tuned und mach dich bereit, deine Gedankenwelt zu entlarven! 😊.
Die kognitive Umstrukturierung, was ist das eigentlich und weshalb ist sie so wichtig?
Die kognitive Umstrukturierung ist eine Technik aus der kognitiven Verhaltenstherapie, die von Aaron T. Beck entwickelt wurde. Beck erkannte, dass viele psychische Probleme, wie Depressionen und Angststörungen, oft durch verzerrte, negative Denkmuster verursacht werden. Diese Gedankenmuster nennt er „automatische Gedanken“, weil sie spontan in unseren Köpfen auftauchen, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen.
Becks Ansatz war es, diese automatischen Gedanken systematisch zu hinterfragen und auf ihren Realitätsgehalt zu prüfen. Er führte mit seinen PatientInnen sogenannte Sokratische Dialoge, in denen er sie durch gezielte Fragen dazu brachte, ihre eigenen Gedanken zu reflektieren und Alternativen zu finden. Ziel der Methode war es, verzerrte Gedanken zu entlarven und durch realistischere, positivere Überzeugungen zu ersetzen. Die Forschung hat gezeigt, dass dies ein effektiver Weg ist, um emotionale Leiden zu lindern und langfristige Verhaltensänderungen zu ermöglichen.
Wenn du neugierig bist, wie du diese Technik für dich anwenden kannst, probiere doch mal meine Gedanken-Detektiv-Übung! Hier schlüpfst du in die Rolle eines Detektivs, der Beweise für und gegen einen belastenden Gedanken sammelt, um ihn schließlich zu hinterfragen und durch realistischere Gedanken zu ersetzen. Diese Übung ist besonders geeignet für SchülerInnen, StudentInnen oder einfach für diejenigen, die an sich arbeiten wollen. Das Arbeitsblatt dazu findest du weiter unten.
3 Tipps, um negative Gedanken zu entlarven:
1. Achtsamkeit üben
Durch regelmäßige Achtsamkeitsübungen lernst du, deine Gedanken zu beobachten, ohne sie sofort zu bewerten. Diese Technik hilft dir, negative Gedanken frühzeitig zu erkennen, bevor sie sich festsetzen. Achtsamkeit gibt dir die Möglichkeit, Abstand zu gewinnen und deine automatischen Gedanken klarer zu sehen. Wenn du einen belastenden Gedanken bemerkst, kannst du innehalten und entscheiden, wie du darauf reagieren möchtest.
2. Gedanken aufschreiben und überprüfen – mit der Gedanken-Detektiv-Übung
Das schriftliche Festhalten negativer Gedanken hilft dir, sie aus deinem Kopf zu bekommen und sie aus einer objektiveren Perspektive zu betrachten. Mit der Gedanken-Detektiv-Übung machst du das Aufschreiben besonders effektiv: Du betrachtest den belastenden Gedanken als deinen „Hauptverdächtigen“ und sammelst Beweise dafür und dagegen. Diese Methode führt dich Schritt für Schritt durch den Prozess, den Gedanken zu entlarven und durch realistischere Alternativen zu ersetzen. So erhältst du mehr Klarheit und kannst negative Denkmuster auflösen.
Tipp: Starte mit der Übung, sobald du einen belastenden Gedanken aufschreibst. Sammle systematisch Beweise für und gegen den Gedanken und entwickle am Ende positivere Alternativen. Diese Struktur macht es einfacher, den Gedanken zu transformieren.
3. Den Gedanken sprechen lassen
Indem du deinen Gedanken laut aussprichst, kannst du ihn distanzierter betrachten. Oft wirkt ein Gedanke weniger bedrohlich, wenn man ihn hört, statt ihn nur im Kopf zu behalten. Dies hilft dir, den Gedanken zu relativieren und zu überprüfen, ob er wirklich wahr ist. Der Perspektivwechsel kann die emotionale Intensität des Gedankens reduzieren.
Als ich 11 Jahre alt war, hatte ich solche Angst vor meinem Lehrer, dass ich, als er „setzen!“ rief, während ich an der Tafel stand, mich direkt vor seine Füße auf den Boden setzte. Ich hatte es nicht unter Kontrolle… zu viele Emotionen auf einmal… zu viel Angst. Schularbeiten in besagtem Fach waren die Hölle.
Als Erwachsene machte ich auch Bekanntschaft mit PTSD (Posttraumatische Belastungsstörung) und Panikattacken. Ich kenne sie also, die Angst, und ich weiß, wie lähmend sie sein kann, egal wie alt du bist und wo du bist – ob in der Schule, auf der Arbeit oder daheim.
Mittlerweile bin ich selbst seit über 15 Jahren Lehrerin und erkenne diese Angst manchmal auch an meinen SchülerInnen – diese Schockstarre, der Blick des Dissoziierens. Glaube mir also: Du bist nicht allein!
Aber was ist eigentlich (Schul)angst und wie äußert sie sich?
Angst gehört zu den Grundemotionen des Menschen, wie schon der Psychologe Paul Ekman in seinen Studien zu emotionalem Ausdruck aufzeigte. Sie ist also nichts Schlechtes – im Gegenteil, sie versucht, uns zu schützen. Ein klassisches Beispiel dafür ist der Säbelzahntiger in der Steinzeit: Die Angst warnte uns vor Gefahren und half, schnelle Entscheidungen zu treffen – ob wir flüchten oder kämpfen sollten. Angst ist daher eine natürliche und überlebenswichtige Reaktion des Körpers.
Heutzutage erleben wir Angst allerdings oft auch in Situationen, die von außen betrachtet nicht wirklich gefährlich sind, wie etwa bei Prüfungen oder Vorträgen. Das kann vor allem dann passieren, wenn dein Nervensystem nicht mehr zur Ruhe kommt und ständig in Alarmbereitschaft ist. Dabei kommt es nämlich zu einer Überreizung des sympathischen Nervensystems, das für die Kampf-oder-Flucht-Reaktion verantwortlich ist. Das parasympathische Nervensystem, das eigentlich für Entspannung sorgt, tritt dabei in den Hintergrund, was es schwierig macht, sich wieder zu beruhigen.
Diese anhaltende Alarmbereitschaft zeigt sich oft über den Körper: Herzrasen, flache Atmung, Muskelverspannungen, ein flauer Magen, Übelkeit, Schwindel, Zittern oder sogar das Gefühl, keinen klaren Gedanken mehr fassen zu können, sind typische körperliche Reaktionen auf Angst. Manche bekommen auch feuchte Hände, einen Kloß im Hals oder das Bedürfnis, sofort zu fliehen. Der Körper macht sich bereit – auch wenn objektiv gar keine akute Gefahr droht.
Angst kann sich also auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. So stellte mir mein Therapeut einmal die Frage: „Wo ist sie eigentlich, deine Angst?“ Diese Frage ist entscheidend, weil sie uns dabei hilft, unsere Angst körperlich zu lokalisieren und zu verstehen, dass sie unterschiedlich wahrgenommen wird.
Von außen erkennt man Angst oft nicht, vor allem dann nicht, wenn keine „reale Gefahr“ besteht. Daher ist es für Mitmenschen oft schwer nachzuvollziehen, warum wir uns eigentlich schlecht fühlen.
Ein wichtiger Punkt, den ich sowohl meinen SchülerInnen als auch meinen KlientInnen immer sage, ist: „Angst zu haben bedeutet nicht, dass man nicht mutig ist!“ Angst kann uns blockieren, ja, aber sie bedeutet nicht automatisch Feigheit, sondern entspringt wie gesagt oft einer „Entgleisung unseres Nervensystems“.
Was kann Schulangst auslösen?
Wie erwähnt, macht sich Angst auf sehr unterschiedliche Arten bemerkbar. Genauso unterschiedlich können auch die Auslöser für Angst in der Schule sein. Hier nur einige der häufigeren Gründe:
Hohe Erwartungen: Ein großer Faktor für Schulangst sind die Erwartungen – sowohl von Eltern als auch von LehrerInnen. SchülerInnen haben oft das Gefühl, ständig gut sein zu müssen. Diese Angst, die Erwartungen anderer nicht zu erfüllen, kann enormen Druck erzeugen.
Prüfungsangst: Der Gedanke an Prüfungen löst bei vielen SchülerInnen Stress aus. Die Angst vor dem Versagen oder schlechten Noten kann so überwältigend sein, dass die Leistung in der Prüfung beeinträchtigt wird, selbst wenn die SchülerInnen gut vorbereitet sind.
Mobbing: Soziale Ängste und Mobbing können zu extremem Stress führen. SchülerInnen, die gemobbt werden oder Angst vor Ablehnung in der Gruppe haben, fühlen sich oft isoliert und erleben Angstzustände, die weit über den Schulalltag hinausgehen.
Angst, Fehler zu machen: SchülerInnen fürchten sich oft davor, im Unterricht etwas Falsches zu sagen oder bei einer Aufgabe zu scheitern. Dieser Perfektionismus kann Angst auslösen und das Lernen behindern.
Überforderung: Der Leistungsdruck in der Schule kann überwältigend sein, insbesondere wenn viele Aufgaben gleichzeitig anstehen. Manche SchülerInnen haben das Gefühl, dem Druck nicht gewachsen zu sein, was zu einem Teufelskreis aus Angst und Versagen führen kann.
Soziale Isolation: Fehlende Freundschaften oder Ausgrenzung in der Klassengemeinschaft können ebenfalls Ängste hervorrufen. Diese soziale Isolation kann dazu führen, dass SchülerInnen sich in der Schule nicht sicher oder wohlfühlen.
3 Tipps bei akuter Angst
Wenn du selbst von Angst in der Schule betroffen bist, versuche unbedingt diese 3 Tipps. Sie können dir dabei helfen, dein Nervensystem so schnell wie möglich zu beruhigen!
Atmung regulieren: Tiefe, langsame Atemzüge aktivieren den Vagusnerv, der das parasympathische Nervensystem stimuliert und den Körper in einen Entspannungsmodus versetzt. Eine einfache Atemtechnik ist die 4-7-8-Methode: 4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden den Atem halten, 8 Sekunden ausatmen. Dies beruhigt den Herzschlag und reduziert akuten Stress.
Bodyscan machen: Sich auf den eigenen Körper zu konzentrieren, lenkt die Gedanken von der Angst ab und hilft, sich zu erden. Beim Bodyscan gehst du gedanklich durch deinen Körper, spürst die Berührungspunkte mit dem Boden oder der Umgebung und nimmst jede Spannung bewusst wahr.
Körperliche Bewegung: Bewegung, auch wenn sie nur leicht ist, baut die im Körper freigesetzten Stresshormone ab. Ein Spaziergang oder ein paar einfache Dehnübungen helfen dem Nervensystem, in einen ruhigeren Zustand zu kommen und die überschüssige Energie abzubauen.
Workshop zu Prüfungsangst und Stressbewältigung
Gemeinsam mit der lieben Lele habe ich mir zum Ziel gesetzt, SchülerInnen beim Thema Angst in der Schule zu unterstützen. In unserem MindYourBody-Workshop für OberstufenschülerInnen lernst du wertvolle Tools und Techniken, um mit Prüfungsangst, Notendruck und stressigen Emotionen umzugehen. Wir nutzen mentale Techniken, Körperaufmerksamkeit und Atemübungen, um dir zu helfen, dein Nervensystem zu beruhigen und dich auf Prüfungen vorzubereiten. Der Workshop vermittelt dir außerdem Wege, wie du stressige Situationen im Schulalltag mit mehr Leichtigkeit, Konzentration und Energie bewältigen kannst.
Wann: Samstag, 16. November, 14:30 – 17:30 Wo: Zennergasse 10, 1160 Wien Preis: 120€ – Early Bird bis 16.10 nur 90€ Anmeldung: hallo@lele.wien
Irgendwo zwischen Weihnachtsstress, den Schularbeiten der Kinder, Matura und insgesamt viel zu viel Multitasking ging sie verloren, meine Leichtigkeit.
„Aber Melanie, du weißt und kannst das doch viel besser, schließlich bist du Mentaltrainerin und unterrichtest Psychologie!“ Ganz Klasse, jetzt noch ein paar Selbstvorwürfe dazu und ein schlechtes Gewissen, dass so viel liegen geblieben ist, Jackpot sozusagen!
Aber wenn ich etwas bei meiner Reise zu mir selbst bereits gelernt habe, dann ist es, dass das Leben in Wellen verläuft und nicht aller Tage Abend ist. Man kann sich täglich für eine neue Herangehensweise und Richtung im Leben entscheiden. Täglich! Egal, wie alt du bist, egal zu welcher Uhrzeit.
Und genau so entschied ich mich vor ein einigen Wochen erneut für den „Weg zu mehr Leichtigkeit“. Wie genau ich dorthin komme, zu dem Gefühl wieder frei atmen zu können und einfach mehr Lebensfreude zu verspüren, habe ich dir im folgenden Artikel zusammengefasst.
Tipps für mehr Leichtigkeit im Alltag
1. Minimalismus
Seien wir ‚mal ehrlich, wir leben in einer Welt von viel zu viel an allem. Ständig wird einem suggeriert, dass man etwas Neues braucht, obwohl es gerade das „Weniger an allem“ ist, das zu mehr Leichtigkeit führt. Du hast auch zu viele Dinge? Dann versuche es einmal mit „Rückwärts-Shopping“. Meine Kids und ich machen es mittlerweile regelmäßig. Du schnappst dir einfach einen Einkaufskorb und packst die Dinge hinein, die gehen dürfen. Du kannst jeden Tag einen anderen Raum machen und die aussortierten Dinge entweder spenden oder verschenken. Mehr dazu hier.
2. Pareto-Prinzip (80/20-Regel)
In dem Buch „Mit Leichtigkeit durch den Alltag“ las ich zum ersten Mal über das Pareto-Prinzip. Das Pareto-Prinzip, benannt nach dem italienischen Ökonomen Vilfredo Pareto, besagt, dass 80 % der Ergebnisse schon durch 20 % des Einsatzes erreicht werden.
100 Prozent Einsatz sind also gar nicht notwendig! Fokussiere dich lieber auf die Aufgaben, die den größten Unterschied machen. Überprüfe deine To-do-Liste und streiche alles, was nicht in die 20 % fällt, die dir den größten Nutzen bringen.
3. Morgenroutine
Ein weiterer Punkt, den ich jetzt wieder vermehrt in meinem Leben implementiere, ist meine Morgenroutine. Eine strukturierte Morgenroutine kann dir helfen, den Tag ruhig und produktiv zu beginnen. Versuche, eine Kombination aus Meditation, leichtem Stretching, einem gesunden Frühstück und dem Festlegen der Tagesziele zu etablieren. So startest du fokussiert und entspannt in den Tag.
4. Langsamkeit
In einer Welt, die ständig schneller wird, kann es sehr befreiend sein, bewusst langsamer zu werden. Auch mir fällt dieser Punkt oft gar nicht so leicht, es zahlt sich aber auf alle Fälle aus!
Nimm dir Zeit für deine Aufgaben und genieße den Moment. Dies reduziert Stress und erhöht deine Achtsamkeit im Alltag.
5. Meditation
Regelmäßige Meditation hilft, den Geist zu beruhigen und Stress abzubauen. Schon 10 bis 20 Minuten täglich können einen großen Unterschied machen.
Probiere einfach verschiedene Techniken aus, wie Achtsamkeitsmeditation oder geführte Meditationen, um herauszufinden, was für dich am besten funktioniert.
6. Priorisierung und Single-Tasking
Lerne, Prioritäten zu setzen und konzentriere dich auf eine Aufgabe zur Zeit – das sogenannte Single-Tasking. Multitasking mag produktiv erscheinen, führt aber oft zu schlechterer Qualität und höherem Stress. Indem du eine Aufgabe nach der anderen erledigst, kannst du effizienter und entspannter arbeiten.
7. Selbstfürsorge
Auch daran durfte ich seeehr lange arbeiten! Nimm dir regelmäßig Zeit für dich selbst. Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit! Plane Aktivitäten ein, die dir Freude bereiten und dich entspannen, sei es ein Spaziergang in der Natur, ein gutes Buch oder ein Besuch beim Friseur oder eben eine Meditation.
8. „Digital Detox“
Ich weiß, auch das ist nicht immer einfach, weil wir an die ständige Nutzung unserer digitalen Endgeräte gewöhnt sind. Aber: Eine Reduktion deiner Bildschirmzeit, besonders in sozialen Medien, hilft dabei, mentale Überlastung zu vermeiden. Plane also regelmäßige Offline-Zeiten ein, um deinen Geist zu entspannen und die reale Welt mehr zu genießen.
Viel Freude mit meinen Tipps und ganz viel Leichtigkeit für deinen Sommer wünscht die deine Melanie!
PS: Im Anhang findest du auch noch ein Plakat zum Downloaden sowie eine Visualisierungsübung!
Plakat: 8 Schritte zu mehr Leichtigkeit
Damit du deine Möglichkeiten, wie du zu mehr Leichtigkeit im Alltag kommst, auch nicht vergisst, habe ich hier ein Plakat für dich, das du ausdrucken kannst. Einfach Rechtsklick, speichern und ausdrucken. Viel Spaß damit!
Visualisierungsübung für mehr Leichtigkeit
Du hast Visualisierungsübungen noch nie versucht? Kein Problem! Einfach meiner Schritt-für-Schritt-Anleitung folgen und genießen!
Finde einen ruhigen Ort, setze dich bequem hin und schließe die Augen. Atme tief ein und aus.
Stell dir vor, du stehst an einem Strand. Spüre den warmen Sand unter deinen Füßen und höre das sanfte Rauschen der Wellen.
Mit jedem Atemzug lässt du mehr und mehr Anspannung los. Stell dir vor, wie die Wellen deine Sorgen mit sich forttragen. Bleib in dieser Vorstellung, bis du dich vollkommen entspannt und leicht fühlst.
Öffne langsam die Augen und nimm dieses Gefühl der Leichtigkeit mit in deinen Tag.
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