Deine Gefühle, dein Kompass. Dein Leben, dein Weg.
Gefühle verstehen – innere Stärke fürs Leben entwickeln
Mentaltraining unterstützt Kinder, Jugendliche und Erwachsene dabei, mit Ängsten, Stress, Unsicherheiten oder innerem Druck besser umzugehen. Oft geht es dabei weniger um Leistung oder Inhalte, sondern darum, sich wieder sicher zu fühlen.
Gemeinsam entdecken wir Wege zu mehr Selbstvertrauen, innerer Ruhe und Leichtigkeit – damit Lernen, Schule und Alltag wieder freudvoller gelingen können. Je nach Bedarf mit oder ohne „Nachhilfe“.
Schulangst verstehen & liebevoll begleiten Manchmal fühlt sich der Schulweg schwer an – nicht, weil der Rucksack zu groß ist, sondern weil das Herz so voll ist. Schulangst kann viele Gesichter haben: Bauchweh, Tränen, Rückzug oder Gereiztheit. Bei mind-blooming möchte ich einen sicheren Raum schaffen, in dem Kinder und Jugendliche lernen, mit ihren Ängsten umzugehen – und Eltern Impulse bekommen, wie sie ihr Kind liebevoll stärken können. Damit Schule wieder ein Ort wird, an dem man sich entfalten darf.
Wie ihr wisst, bin ich nicht nur Mentaltrainerin, sondern auch Lehrerin – und das mittlerweile seit fast 20 Dienstjahren. Ich habe an mehreren Schulstandorten unterrichtet, mit vielen unterschiedlichen Jugendlichen gearbeitet und kenne Schule aus ziemlich vielen...
Warum ich mich manchmal, umgeben von Menschen, die ich liebe, trotzdem einsam fühle Ich dachte wirklich viele Jahre lang, ich hätte eine Angststörung oder sogar eine Depression. In letzter Zeit habe ich mich aber intensiver mit meinen Gefühlen auseinandergesetzt – und...
von Admin | Dezember 3, 2025 | Beiträge | 0 Kommentieren
⚠️ Triggerwarnung Ich spreche in diesem Beitrag auch über starke Emotionen, Gedankenspiralen und Panikattacken. Bitte schau kurz, ob du dich heute gut und stabil genug fühlst, um das zu lesen. 💛 Es war hier wirklich lange ruhig. Nämlich so richtig lang. Und das hatte...
von Admin | September 16, 2024 | Beiträge | 0 Kommentieren
Als ich 11 Jahre alt war, hatte ich solche Angst vor meinem Lehrer, dass ich, als er "setzen!" rief, während ich an der Tafel stand, mich direkt vor seine Füße auf den Boden setzte. Ich hatte es nicht unter Kontrolle... zu viele Emotionen auf einmal... zu viel Angst....
von Admin | November 17, 2024 | Beiträge | 0 Kommentieren
Wer kennt es nicht? Weihnachten rückt näher und anstelle von Entschleunigung nimmt das Leben nochmal so richtig Fahrt auf. Im Job müssen vor Jahresende alle offenen Aufgaben abgeschlossen werden, die Kinder schreiben gefühlt jede Woche eine Schularbeit, und der...
Manchmal hat man wirklich Kack-Gedanken – das geht auch mir nicht anders! Diese negativen Gedanken können sich auf alle Lebensbereiche auswirken, sei es Familie, Job, Aussehen, Freunde oder ganz andere Dinge. Doch eines haben sie alle gemeinsam: Sie lassen uns...
Irgendwo zwischen Weihnachtsstress, den Schularbeiten der Kinder, Matura und insgesamt viel zu viel Multitasking ging sie verloren, meine Leichtigkeit. "Aber Melanie, du weißt und kannst das doch viel besser, schließlich bist du Mentaltrainerin und unterrichtest...
Jeder kennt das: Manchmal hat man einfach einen schlechten Tag oder auch gleich eine schlechte Phase, wodurch die Laune massiv zu leiden beginnt. Glaub mir, auch ich kenne das nur zu gut und dachte zum Beispiel im letzten Monat zwischen Arbeit, Lernen mit den Kids,...
Letzte Woche hatte ich eine großartige Klientin, mit der ich lange über das Thema Wertschätzung und die Wichtigkeit einer Dankbarkeitspraxis sprach. Und als wir dann so plauderten, meinte sie zu mir: "Weißt du, ich würde eigentlich gerne ein Dankbarkeitstagebuch...
Storytime Erst gestern meinte ein Kollege zu mir, dass ich es ja leicht im Leben hätte, weil ich nämlich EINFACH zu den "happy people" auf dieser Welt gehöre. Er könne das nicht, er sei nämlich von Haus aus pessimistischer … Ich mag diesen Kollegen -sogar sehr- und...
Wie ihr wisst, bin ich nicht nur Mentaltrainerin, sondern auch Lehrerin – und das mittlerweile seit fast 20 Dienstjahren. Ich habe an mehreren Schulstandorten unterrichtet, mit vielen unterschiedlichen Jugendlichen gearbeitet und kenne Schule aus ziemlich vielen Perspektiven.
Unter anderem natürlich auch aus meiner eigenen Schulzeit. Denn auch ich hatte im Gymnasium meine Themen mit Schule. Angst, Stress und auch Panik waren mir damals leider nicht fremd.
Wenn Schule einfach SEHR VIEL von ALLEM ist
Heute weiß ich: Das System Schule ist einfach geprägt von SEHR VIEL an ALLEM, mit Betonung auf VIEL. Viele Menschen. Viele Eindrücke. Viel Lärm. Viele Emotionen. Viele Aufgaben und Prüfungen. Viele unterschiedliche Bedürfnisse – und meistens ziemlich wenig Ruhe dazwischen …
Das kann also ganz schön überwältigend sein – und zwar für viele von uns.
Und falls du gerade selbst im System Schule steckst – egal ob als Schüler oder als Lehrer – und dir der Schulstart im Moment ein bisschen zu viel ist: Ich verstehe dich wirklich gut.
Ein kleiner Reminder für einen entspannteren Schulstart
Genau deshalb habe ich dieses kleine Reminder-Blatt für euch gemacht. Du kannst es einfach auf deinem Handy speichern oder ausdrucken und irgendwo hinhängen, wo du es regelmäßig siehst.
Mein Tipp an meine Schüler ist übrigens immer: Häng es aufs Klo. 😄 Klingt vielleicht nicht besonders glamourös, funktioniert aber. Dort schaust du schließlich ziemlich sicher jeden Tag vorbei.
Und ganz wichtig: Du musst am Schulanfang nicht sofort wieder von null auf hundert funktionieren. Gib dir ein bisschen Zeit, wieder anzukommen. Nach den Ferien braucht es oft ein paar Tage, bis der Rhythmus wieder da ist – und das ist völlig okay. Schritt für Schritt kommt man meistens schneller wieder rein, als man am Anfang denkt.
Lernen nach den Ferien: Nicht alles auf einmal!
Und wenn das Lernen dann wieder losgeht, habe ich einen Tipp, den meine Schüler vermutlich schon im Schlaf aufsagen können 😉: Nicht alles auf einmal! Lieber kleinere Lerneinheiten auf mehrere Tage verteilen und zwischendurch immer wiederholen. Unser Gehirn lernt nachhaltiger, wenn wir Inhalte zeitlich verteilt wiederholen, statt alles in eine riesige Lernsession hineinzupacken.
Und wenn vor den ersten Prüfungen, Schularbeiten und Tests die Panik oder der Stress dann doch einmal überhandnehmen: Atmen. Zum Beispiel mit der Boxatmung. Vier Sekunden einatmen, vier Sekunden halten, vier Sekunden ausatmen, vier Sekunden halten – und wieder von vorne.
Vor allem aber: Du musst schwierige Situationen nicht alleine schaffen. Rede mit einem Freund oder einer Freundin, einer Lehrperson oder einem anderen Menschen, dem du vertraust. Hol dir Unterstützung, wenn du sie brauchst.
Schulstress und Überforderung: Gib dir Zeit
Und weißt du was? Meistens fühlt sich der Schulanfang nach ein paar Tagen schon gar nicht mehr so sehr nach Schulanfang an. Die ersten Stunden sind geschafft, die Gesichter wieder vertraut, der Alltag kehrt langsam zurück – und plötzlich ist auch wieder mehr Platz für die schönen Seiten von Schule.
Ja, die gibt es nämlich auch. Wirklich. 😉
Und falls dich zwischendurch trotzdem die Überforderung erwischt: Glaub mir, ich weiß, wie sich das anfühlen kann. Ich selbst kenne Angst und Panikattacken und weiß, dass ein „Entspann dich doch einfach“ in solchen Momenten ungefähr gar nichts bringt.
Deshalb vielleicht lieber dieser kleine Reminder:
Atme. Mach kleine Schritte. Rede mit jemandem. Und gib dir Zeit.
Du musst nicht heute schon das ganze Schuljahr schaffen. ❤️
Deine Melanie
PS: Falls du dich fragst, warum das Reminder-Blatt auf Englisch ist: Ein Teil meiner Community ist international und spricht kein Deutsch. Deshalb wollte ich es so gestalten, dass möglichst viele von euch etwas damit anfangen können. 🤍
Warum ich mich manchmal, umgeben von Menschen, die ich liebe, trotzdem einsam fühle
Ich dachte wirklich viele Jahre lang, ich hätte eine Angststörung oder sogar eine Depression. In letzter Zeit habe ich mich aber intensiver mit meinen Gefühlen auseinandergesetzt – und dabei gemerkt, dass da etwas anderes ist. Etwas, das ich mich lange nicht getraut habe zu benennen. Und auch jetzt kostet es mich noch Überwindung, es auszusprechen.
Das, was ich so lange für Angst oder vielleicht eine leichte Depression gehalten habe, ist vielleicht etwas ganz anderes: eine Einsamkeit, die mich über Jahre begleitet hat – und die ich nie wirklich benannt habe.
Dieses Thema ist nicht einfach anzusprechen, weil es nicht besonders schön ist, zuzugeben, dass man sich oft einsam fühlt. Und trotzdem mache ich es heute. Weil ich glaube, dass es wichtig ist. Weil es so viele Menschen da draußen gibt, die dieses Gefühl kennen – aber keinen Namen dafür haben. Und weil es manchmal schon hilft zu wissen, dass diese Phasen dazugehören. Dass man sich einsam fühlen kann, ohne wirklich allein zu sein. Und vor allem: dass man damit nicht alleine ist.
Vielleicht schreibe ich das auch deshalb, weil ich in meiner Arbeit immer wieder sehe, wie viele Kinder und Jugendliche genau dieses Gefühl in sich tragen – ohne Worte dafür zu haben. Und weil ich glaube, dass wir Erwachsenen oft erst lernen müssen, es bei uns selbst zu erkennen.
Durch das Mentaltraining und die intensive Auseinandersetzung mit meinen Gedanken habe ich begonnen, mich auch immer mehr mit meinen Gefühlen auseinanderzusetzen. Viele davon konnte ich schon immer ganz gut benennen. Und irgendwann wurde mir klar, dass da ein Gefühl ist, das mich immer wieder begleitet – und auch belastet: Einsamkeit.
Und das ist vielleicht der Teil, der es so schwer greifbar macht. Denn von außen betrachtet würde man das vermutlich nicht erwarten. Ich habe einen großen Blog mit über 40.000 Followern, ich habe einen Job, ich habe viele Freunde, ich lebe in einer Beziehung, habe zwei Kinder. Eigentlich ist da so viel.
Und trotzdem ist da immer wieder dieses Gefühl.
Dieses Gefühl, gerade in den Momenten, in denen ich es am meisten bräuchte, selbst die Starke sein zu müssen. Weiterzumachen. Zu funktionieren. Und niemanden zu haben, der mich wirklich auffängt.
Das ist keine Schuldzuweisung an irgendjemanden. Ganz im Gegenteil. Aber im Laufe meines Lebens haben sich durch verschiedene Erfahrungen genau solche Muster entwickelt.
Einer dieser Faktoren ist meine Diagnose mit Multipler Sklerose im Jahr 2007. Sie hat mich in Situationen gebracht, die viele Menschen von außen schwer nachvollziehen können. Denn ich wirke gesund. Ich bin aktiv, mache Sport, funktioniere im Alltag. Aber was man nicht sieht, ist die Kraft, die es kostet, jeden einzelnen Tag so zu leben. Mit Symptomen, die unsichtbar sind. Mit Erschöpfung, die nicht immer erklärbar ist.
Und auch wenn es hier gar nicht im Detail um die Erkrankung gehen soll, ist genau das ein Teil meiner Realität. Eine Realität, die dazu führt, dass ich oft zwar verbunden bin – aber nicht immer teilnehmen kann. Dass ich Freunde habe, die ich liebe – aber abends oft keine Energie mehr habe, sie zu sehen. Dass ich ein erfülltes Leben habe – und mich trotzdem manchmal außen vor fühle.
Nicht, weil andere mich ausschließen würden. Sondern weil mein Innenleben manchmal nicht mit meinem Außen mithalten kann.
Dazu kommen auch persönliche und familiäre Themen, über die ich hier nicht im Detail sprechen möchte. Was ich sagen kann, ist, dass Neurodiversität in unserer Familie eine große Rolle spielt. Und dass ich oft in einer Rolle bin, in der ich trage. Organisiere. Stabil bleibe. Für andere da bin, wenn sie es gerade nicht können. Manches davon übernehme ich bewusst. Manches fühlt sich auch wie ein Müssen an. Und auch das ist etwas, das von außen oft nicht gesehen wird.
Und genau dort kann Einsamkeit entstehen. Nicht laut. Nicht dramatisch. Sondern leise.
Natürlich habe ich Wege gefunden, damit umzugehen. Ich spiele zum Beispiel Schlagzeug, ich mache viel Sport, ich gehe spazieren. Alles, was hilft, Energie nach außen zu bringen, ist für mich unglaublich wertvoll.
Und trotzdem ist dieses Gefühl manchmal da. Und ich spreche es heute aus. Weil ich glaube, dass genau darin auch Verbindung entstehen kann.
Einsamkeit ist nichts, wofür man sich schämen muss. Sie ist kein Zeichen von Schwäche. Und auch kein Zeichen davon, dass etwas „falsch“ läuft im Leben.
Manchmal ist sie einfach da.
It is what it is.
Aber was einen Unterschied macht, ist, ob man darüber spricht. Ich habe begonnen, dieses Gefühl vorsichtig zu teilen – mit Freunden, in Gesprächen, manchmal auch ganz offen. Und jedes Mal ist ein Stück Verbindung entstanden.
Ich habe mir auch erlaubt, selbst Unterstützung anzunehmen. Coaching, Austausch, Räume wie Frauenkreise, in denen man ehrlich sein darf.
Und vielleicht ist das das Wichtigste, was ich sagen möchte:
Wenn du dieses Gefühl kennst – du bist nicht allein.
Und du musst da nicht alleine durch.
It is what it is – but it is not what it is not.
Und das Leben ist – bei allem, was es mit sich bringt – immer lebenswert.
Deine Melanie
PS: Falls du dir gerade denkst, ich könnte auch ein bisschen mehr Austausch und vielleicht neue Hobbys gebrauchen:
Ich verlinke dir hier meine Schlagzeugschule – dort habe ich vor ein paar Jahren angefangen zu spielen und es ist bis heute einer meiner wichtigsten Ausgleiche.
Und ich verlinke dir eine ganz liebe Freundin, die mich zum Mentaltraining und auch zu Frauenkreisen gebracht hat.
Beides sind für mich Orte geworden, an denen echter Austausch möglich ist – und genau darum geht es am Ende: sich nicht alleine durch alles durchkämpfen zu müssen.
Ich spreche in diesem Beitrag auch über starke Emotionen, Gedankenspiralen und Panikattacken. Bitte schau kurz, ob du dich heute gut und stabil genug fühlst, um das zu lesen. 💛
Es war hier wirklich lange ruhig. Nämlich so richtig lang. Und das hatte viele Gründe: Mein Alltag im Jahr 2025 war nicht nur voll, sondern teilweise auch mit neuen Herausforderungen gespickt. Meine Fernsehsendung ging weiter, Schule lief weiter, mein Mentaltraining-Job, meine Kids und insgesamt das ganz normale Familienchaos zwischendurch… Und irgendwo mittendrin bin ich immer mehr untergegangen, um nicht zu sagen fast ertrunken … Bloggen war zwar immer etwas, das ich liebe – aber dafür fand ich im Jahr 2025 echt keinen Platz.
Erst jetzt, im Dezember :), merke ich, wie langsam wieder Luft hereinkommt. Ideen. Energie. Vielleicht auch ein kleines „Juhuu, ich bin ja doch noch da“, das aus irgendeiner Ecke meines Körpers zurückwinkt. Und genau deshalb schreibe ich euch heute hier.
In den letzten Wochen hat mich vor allem ein Thema besonders beschäftigt oder beinahe schon verfolgt: mein Gehirn und der ganze blöde Zirkus, der darin oft vorgeht :). Ja, ich bin Mentaltrainerin, aber auch meine grauen Zellen machen manchmal, was sie wollen …. Übrigens habe ich meinem Gehirn einen Namen gegeben: Helene. Warum? Weil es so viel leichter ist, sich von den Gedanken, die darin vorgehen, zu distanzieren. Und weil ich manchmal lachen muss, wenn ich denke: „Okay Helene, really???? Das war jetzt schon wieder ein bisschen dramatisch.“
Was mich beim Thema Gedanken gerade am meisten beschäftigt, ist vor allem der direkte Weg von Gedanken → zu Gefühlen → zu ganzen emotionalen Sturmwarnungen. Ihr kennt es vielleicht: Manchmal reicht ein Satz im Kopf. Oder ein blöder Moment. Eine Erinnerung. Und schon rollt eine Welle an Emotionen los und oft nicht die Angenehmsten. Bei mir kann das auch so weit ausarten, dass ich eine Panikattacke bekomme, dissoziiere und gar nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. Leider kenne ich all diese Dinge seit einem traumatischen Erlebnis vor Jahren nur zu gut.
Wirklich! Fuck off den Satz „What doesn’t kill you makes you stronger…“. Klar, mag zum Teil sicher stimmen, aber nur zu oft auch mit dem Zusatz „…and gives you trauma“. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.
Zum Glück habe ich über die Jahre gelernt, was bei mir Panikattacken auslösen kann und wie ich sie entschärfen kann. Und vor allem habe ich auch gelernt: dass ich nicht jede Katastrophenmeldung in meinem Kopf glauben muss. Pow, und ich sage euch, Helene ist nicht nur bastlerisch kreativ, sie könnte auch super Horror-Movies schreiben.
Spannend (und erschreckend) ist auch: Bei meinen Schüler:innen sehe ich oft mittlerweile dasselbe. Ich mache ja Mentaltraining mit ihnen – und selbst Kinder, die äußerlich super stark wirken, haben innen drinnen oft echt harte Glaubenssätze über sich laufen. Viel zu hart. Es tut mir oft richtig weh, zu sehen, wie früh das beginnt. Und gleichzeitig zeigt es mir, wie wertvoll dieses Arbeiten mit Gedanken und weiterführend mit Emotionen ist.
Ein Wort, das ich ihnen dabei schon immer wieder mitgegeben habe, ist Negativitätsbias. Ganz simpel gesagt: Unser Gehirn ist „leider“ darauf programmiert, Negatives intensiver und schneller wahrzunehmen. Ein alter Urzeit-Mechanismus, der uns damals vor Säbelzahntigern schützen sollte… heute aber eher dafür sorgt, dass Helene aus einem kleinen Problem direkt ein Weltuntergangsszenario bastelt.
Also ja, Helene redet viel – aber ich entscheide inzwischen, welche Geschichten bleiben dürfen und welche einfach in den mentalen Papierkorb wandern. Und auch du kannst bei deinem eigenen Gehirn jederzeit selbst entscheiden, welche Story du annimmst … und welche du liebevoll ziehen lässt. Deine Melanie
Wer kennt es nicht? Weihnachten rückt näher und anstelle von Entschleunigung nimmt das Leben nochmal so richtig Fahrt auf. Im Job müssen vor Jahresende alle offenen Aufgaben abgeschlossen werden, die Kinder schreiben gefühlt jede Woche eine Schularbeit, und der nächste Wintervirus lauert schon um die Ecke.
Dazu kommen die tausend Weihnachtsvorbereitungen: Geschenke, Essen, Weihnachtsfeiern – und noch mehr Geschenke! Aber muss das wirklich alles sein?
Meine Devise lautet: „Konzentriere dich auf das, was du selbst in der Hand hast.“ Die Schularbeiten der Kinder oder berufliche Projekte kannst du vielleicht nicht verschieben, aber viele andere Dinge sehr wohl. Muss es wirklich jedes Jahr die große Firmenfeier sein, oder wäre es okay, einmal auszusetzen? Müssen alle Geschenke teuer gekauft werden, oder reicht auch eine kleine, selbstgemachte Aufmerksamkeit? Am Ende bist du der Meister oder die Meisterin deines Lebens und triffst die Entscheidungen. Eine entspannte Vorweihnachtszeit ist möglich – wenn du bewusst Prioritäten setzt und das Ruder in die Hand nimmst. Hier sind fünf Tipps und zehn positive Affirmationen, um eine ruhige und besinnliche (Vor)weihnachtszeit zu gestalten.
5 Tipps für eine entspannte (Vor)weihnachtszeit
Weihnachtsfeiern mit Bedacht wählen: Natürlich kann es schön sein, sich mit Freunden oder Kollegen auszutauschen, aber es ist auch okay, Einladungen abzulehnen. Überlege dir, welche Treffen dir wirklich Freude bereiten und welche dir Energie rauben. Auch mal „Nein“ zu sagen, schafft Raum für echte Erholung.
Geschenke frühzeitig kaufen oder selbst gestalten: Geschenke auf den letzten Drücker zu besorgen, erzeugt unnötigen Stress. Plane ein, Geschenke rechtzeitig zu kaufen oder sie vielleicht sogar selbst zu machen – aber nur, wenn du wirklich Spaß daran hast! Manchmal finden sich auch zu Hause schöne Kleinigkeiten, die andere glücklich machen könnten. HIER ist eine einfache Idee für ein selbstgemachtes Geschenk.
Bewusst Auszeiten nehmen: Plane regelmäßige Pausen ein, in denen du bewusst durchatmest und zur Ruhe kommst. Sei es ein Spaziergang, ein paar Minuten Stille oder eine Tasse Tee – kleine Auszeiten helfen, die Hektik des Alltags zu durchbrechen und neue Energie zu tanken.
Weihnachtsvorbereitungen mit der Familie zelebrieren: Backen, Basteln oder Dekorieren können gemeinsam mit Kindern zu besonderen Momenten werden, anstatt eine weitere To-Do-Liste abzuarbeiten. Nutze diese Gelegenheiten, um das Miteinander zu genießen und das Weihnachtsgefühl in den Alltag zu bringen. Aber wie gesagt, nur die Dinge machen, die du auch gerne tust. Du magst Basteln so gar nicht, dann lass es <3!
Erwartungen und Perfektion loslassen !!!: Nicht alles muss perfekt sein. Weihnachten wird nicht schöner, nur weil der Tisch perfekt gedeckt ist oder alle Kekse wie aus dem Katalog aussehen :). Erlaube dir, loszulassen und dich auf das zu konzentrieren, was Weihnachten wirklich ausmacht: Zeit mit deinen Liebsten.
10 Positive Affirmationen für eine entspannte (Vor)weihnachtszeit
Ich nehme mir die Freiheit, meine Prioritäten zu setzen.
Ich lasse Erwartungen los, die mir nicht guttun.
Ich genieße die kleinen Momente der Vorweihnachtszeit. M
ein Wohlbefinden steht an erster Stelle.
Ich darf mir Pausen gönnen und sie ohne schlechtes Gewissen genießen.
Die Vorweihnachtszeit darf einfach und leicht sein.
Ich gebe nur das, was ich wirklich geben möchte.
Ich bin dankbar für die Menschen in meinem Leben, ohne in Stress zu geraten.
Ich akzeptiere, dass nicht alles perfekt sein muss.
Die beste Geschenkidee ist oft meine Zeit und Aufmerksamkeit.
Meine Lieben, im Folgenden findest du die Affirmationen noch zum Ausdrucken <3! Sei dir bewusst, dass du es selbst in der Hand hast, ob du die Vorweihnachtszeit hektisch oder entspannt gestaltest. Konzentriere dich auf das, was dich erfüllt, und lasse alles andere los. Vielleicht wird diese Weihnachtszeit sogar die entspannteste und bewussteste, die du je hattest. Alles Liebe, deine Melanie <3 <3 <3
PS: Hier findest du noch einige Links zu achtsamen Mandalas, die du ausmalen kannst – eine wunderbare Art, sich in der Vorweihnachtszeit zu entspannen:
Manchmal hat man wirklich Kack-Gedanken – das geht auch mir nicht anders! Diese negativen Gedanken können sich auf alle Lebensbereiche auswirken, sei es Familie, Job, Aussehen, Freunde oder ganz andere Dinge. Doch eines haben sie alle gemeinsam: Sie lassen uns schlecht fühlen und hindern uns oft daran, wichtige Dinge anzugehen. Wie oft habe ich mir gewünscht, schon früher Werkzeuge zu haben, um an meiner Denkweise zu arbeiten und so langfristig mein Wohlbefinden zu verbessern.
Deshalb teile ich heute drei Tipps mit dir, wie du negative Gedanken aufdecken und hinterfragen kannst. Zusätzlich gibt es ein Arbeitsblatt mit einer kleinen „Detektivübung“, die dir dabei hilft, diese Gedanken systematisch zu durchleuchten und in positive Denkmuster zu verwandeln. Stay tuned und mach dich bereit, deine Gedankenwelt zu entlarven! 😊.
Die kognitive Umstrukturierung, was ist das eigentlich und weshalb ist sie so wichtig?
Die kognitive Umstrukturierung ist eine Technik aus der kognitiven Verhaltenstherapie, die von Aaron T. Beck entwickelt wurde. Beck erkannte, dass viele psychische Probleme, wie Depressionen und Angststörungen, oft durch verzerrte, negative Denkmuster verursacht werden. Diese Gedankenmuster nennt er „automatische Gedanken“, weil sie spontan in unseren Köpfen auftauchen, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen.
Becks Ansatz war es, diese automatischen Gedanken systematisch zu hinterfragen und auf ihren Realitätsgehalt zu prüfen. Er führte mit seinen PatientInnen sogenannte Sokratische Dialoge, in denen er sie durch gezielte Fragen dazu brachte, ihre eigenen Gedanken zu reflektieren und Alternativen zu finden. Ziel der Methode war es, verzerrte Gedanken zu entlarven und durch realistischere, positivere Überzeugungen zu ersetzen. Die Forschung hat gezeigt, dass dies ein effektiver Weg ist, um emotionale Leiden zu lindern und langfristige Verhaltensänderungen zu ermöglichen.
Wenn du neugierig bist, wie du diese Technik für dich anwenden kannst, probiere doch mal meine Gedanken-Detektiv-Übung! Hier schlüpfst du in die Rolle eines Detektivs, der Beweise für und gegen einen belastenden Gedanken sammelt, um ihn schließlich zu hinterfragen und durch realistischere Gedanken zu ersetzen. Diese Übung ist besonders geeignet für SchülerInnen, StudentInnen oder einfach für diejenigen, die an sich arbeiten wollen. Das Arbeitsblatt dazu findest du weiter unten.
3 Tipps, um negative Gedanken zu entlarven:
1. Achtsamkeit üben
Durch regelmäßige Achtsamkeitsübungen lernst du, deine Gedanken zu beobachten, ohne sie sofort zu bewerten. Diese Technik hilft dir, negative Gedanken frühzeitig zu erkennen, bevor sie sich festsetzen. Achtsamkeit gibt dir die Möglichkeit, Abstand zu gewinnen und deine automatischen Gedanken klarer zu sehen. Wenn du einen belastenden Gedanken bemerkst, kannst du innehalten und entscheiden, wie du darauf reagieren möchtest.
2. Gedanken aufschreiben und überprüfen – mit der Gedanken-Detektiv-Übung
Das schriftliche Festhalten negativer Gedanken hilft dir, sie aus deinem Kopf zu bekommen und sie aus einer objektiveren Perspektive zu betrachten. Mit der Gedanken-Detektiv-Übung machst du das Aufschreiben besonders effektiv: Du betrachtest den belastenden Gedanken als deinen „Hauptverdächtigen“ und sammelst Beweise dafür und dagegen. Diese Methode führt dich Schritt für Schritt durch den Prozess, den Gedanken zu entlarven und durch realistischere Alternativen zu ersetzen. So erhältst du mehr Klarheit und kannst negative Denkmuster auflösen.
Tipp: Starte mit der Übung, sobald du einen belastenden Gedanken aufschreibst. Sammle systematisch Beweise für und gegen den Gedanken und entwickle am Ende positivere Alternativen. Diese Struktur macht es einfacher, den Gedanken zu transformieren.
3. Den Gedanken sprechen lassen
Indem du deinen Gedanken laut aussprichst, kannst du ihn distanzierter betrachten. Oft wirkt ein Gedanke weniger bedrohlich, wenn man ihn hört, statt ihn nur im Kopf zu behalten. Dies hilft dir, den Gedanken zu relativieren und zu überprüfen, ob er wirklich wahr ist. Der Perspektivwechsel kann die emotionale Intensität des Gedankens reduzieren.
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