Deine Gefühle, dein Kompass. Dein Leben, dein Weg.
Gefühle verstehen – innere Stärke fürs Leben entwickeln
Mentaltraining unterstützt Kinder, Jugendliche und Erwachsene dabei, mit Ängsten, Stress, Unsicherheiten oder innerem Druck besser umzugehen. Oft geht es dabei weniger um Leistung oder Inhalte, sondern darum, sich wieder sicher zu fühlen.
Gemeinsam entdecken wir Wege zu mehr Selbstvertrauen, innerer Ruhe und Leichtigkeit – damit Lernen, Schule und Alltag wieder freudvoller gelingen können. Je nach Bedarf mit oder ohne „Nachhilfe“.
Schulangst verstehen & liebevoll begleiten Manchmal fühlt sich der Schulweg schwer an – nicht, weil der Rucksack zu groß ist, sondern weil das Herz so voll ist. Schulangst kann viele Gesichter haben: Bauchweh, Tränen, Rückzug oder Gereiztheit. Bei mind-blooming möchte ich einen sicheren Raum schaffen, in dem Kinder und Jugendliche lernen, mit ihren Ängsten umzugehen – und Eltern Impulse bekommen, wie sie ihr Kind liebevoll stärken können. Damit Schule wieder ein Ort wird, an dem man sich entfalten darf.
von Admin | Dezember 3, 2025 | Beiträge | 0 Kommentieren
⚠️ Triggerwarnung Ich spreche in diesem Beitrag auch über starke Emotionen, Gedankenspiralen und Panikattacken. Bitte schau kurz, ob du dich heute gut und stabil genug fühlst, um das zu lesen. 💛 Es war hier wirklich lange ruhig. Nämlich so richtig lang. Und das hatte...
von Admin | September 16, 2024 | Beiträge | 0 Kommentieren
Als ich 11 Jahre alt war, hatte ich solche Angst vor meinem Lehrer, dass ich, als er "setzen!" rief, während ich an der Tafel stand, mich direkt vor seine Füße auf den Boden setzte. Ich hatte es nicht unter Kontrolle... zu viele Emotionen auf einmal... zu viel Angst....
Ich spreche in diesem Beitrag auch über starke Emotionen, Gedankenspiralen und Panikattacken. Bitte schau kurz, ob du dich heute gut und stabil genug fühlst, um das zu lesen. 💛
Es war hier wirklich lange ruhig. Nämlich so richtig lang. Und das hatte viele Gründe: Mein Alltag im Jahr 2025 war nicht nur voll, sondern teilweise auch mit neuen Herausforderungen gespickt. Meine Fernsehsendung ging weiter, Schule lief weiter, mein Mentaltraining-Job, meine Kids und insgesamt das ganz normale Familienchaos zwischendurch… Und irgendwo mittendrin bin ich immer mehr untergegangen, um nicht zu sagen fast ertrunken … Bloggen war zwar immer etwas, das ich liebe – aber dafür fand ich im Jahr 2025 echt keinen Platz.
Erst jetzt, im Dezember :), merke ich, wie langsam wieder Luft hereinkommt. Ideen. Energie. Vielleicht auch ein kleines „Juhuu, ich bin ja doch noch da“, das aus irgendeiner Ecke meines Körpers zurückwinkt. Und genau deshalb schreibe ich euch heute hier.
In den letzten Wochen hat mich vor allem ein Thema besonders beschäftigt oder beinahe schon verfolgt: mein Gehirn und der ganze blöde Zirkus, der darin oft vorgeht :). Ja, ich bin Mentaltrainerin, aber auch meine grauen Zellen machen manchmal, was sie wollen …. Übrigens habe ich meinem Gehirn einen Namen gegeben: Helene. Warum? Weil es so viel leichter ist, sich von den Gedanken, die darin vorgehen, zu distanzieren. Und weil ich manchmal lachen muss, wenn ich denke: „Okay Helene, really???? Das war jetzt schon wieder ein bisschen dramatisch.“
Was mich beim Thema Gedanken gerade am meisten beschäftigt, ist vor allem der direkte Weg von Gedanken → zu Gefühlen → zu ganzen emotionalen Sturmwarnungen. Ihr kennt es vielleicht: Manchmal reicht ein Satz im Kopf. Oder ein blöder Moment. Eine Erinnerung. Und schon rollt eine Welle an Emotionen los und oft nicht die Angenehmsten. Bei mir kann das auch so weit ausarten, dass ich eine Panikattacke bekomme, dissoziiere und gar nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. Leider kenne ich all diese Dinge seit einem traumatischen Erlebnis vor Jahren nur zu gut.
Wirklich! Fuck off den Satz „What doesn’t kill you makes you stronger…“. Klar, mag zum Teil sicher stimmen, aber nur zu oft auch mit dem Zusatz „…and gives you trauma“. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.
Zum Glück habe ich über die Jahre gelernt, was bei mir Panikattacken auslösen kann und wie ich sie entschärfen kann. Und vor allem habe ich auch gelernt: dass ich nicht jede Katastrophenmeldung in meinem Kopf glauben muss. Pow, und ich sage euch, Helene ist nicht nur bastlerisch kreativ, sie könnte auch super Horror-Movies schreiben.
Spannend (und erschreckend) ist auch: Bei meinen Schüler:innen sehe ich oft mittlerweile dasselbe. Ich mache ja Mentaltraining mit ihnen – und selbst Kinder, die äußerlich super stark wirken, haben innen drinnen oft echt harte Glaubenssätze über sich laufen. Viel zu hart. Es tut mir oft richtig weh, zu sehen, wie früh das beginnt. Und gleichzeitig zeigt es mir, wie wertvoll dieses Arbeiten mit Gedanken und weiterführend mit Emotionen ist.
Ein Wort, das ich ihnen dabei schon immer wieder mitgegeben habe, ist Negativitätsbias. Ganz simpel gesagt: Unser Gehirn ist „leider“ darauf programmiert, Negatives intensiver und schneller wahrzunehmen. Ein alter Urzeit-Mechanismus, der uns damals vor Säbelzahntigern schützen sollte… heute aber eher dafür sorgt, dass Helene aus einem kleinen Problem direkt ein Weltuntergangsszenario bastelt.
Also ja, Helene redet viel – aber ich entscheide inzwischen, welche Geschichten bleiben dürfen und welche einfach in den mentalen Papierkorb wandern. Und auch du kannst bei deinem eigenen Gehirn jederzeit selbst entscheiden, welche Story du annimmst … und welche du liebevoll ziehen lässt. Deine Melanie
Als ich 11 Jahre alt war, hatte ich solche Angst vor meinem Lehrer, dass ich, als er „setzen!“ rief, während ich an der Tafel stand, mich direkt vor seine Füße auf den Boden setzte. Ich hatte es nicht unter Kontrolle… zu viele Emotionen auf einmal… zu viel Angst. Schularbeiten in besagtem Fach waren die Hölle.
Als Erwachsene machte ich auch Bekanntschaft mit PTSD (Posttraumatische Belastungsstörung) und Panikattacken. Ich kenne sie also, die Angst, und ich weiß, wie lähmend sie sein kann, egal wie alt du bist und wo du bist – ob in der Schule, auf der Arbeit oder daheim.
Mittlerweile bin ich selbst seit über 15 Jahren Lehrerin und erkenne diese Angst manchmal auch an meinen SchülerInnen – diese Schockstarre, der Blick des Dissoziierens. Glaube mir also: Du bist nicht allein!
Aber was ist eigentlich (Schul)angst und wie äußert sie sich?
Angst gehört zu den Grundemotionen des Menschen, wie schon der Psychologe Paul Ekman in seinen Studien zu emotionalem Ausdruck aufzeigte. Sie ist also nichts Schlechtes – im Gegenteil, sie versucht, uns zu schützen. Ein klassisches Beispiel dafür ist der Säbelzahntiger in der Steinzeit: Die Angst warnte uns vor Gefahren und half, schnelle Entscheidungen zu treffen – ob wir flüchten oder kämpfen sollten. Angst ist daher eine natürliche und überlebenswichtige Reaktion des Körpers.
Heutzutage erleben wir Angst allerdings oft auch in Situationen, die von außen betrachtet nicht wirklich gefährlich sind, wie etwa bei Prüfungen oder Vorträgen. Das kann vor allem dann passieren, wenn dein Nervensystem nicht mehr zur Ruhe kommt und ständig in Alarmbereitschaft ist. Dabei kommt es nämlich zu einer Überreizung des sympathischen Nervensystems, das für die Kampf-oder-Flucht-Reaktion verantwortlich ist. Das parasympathische Nervensystem, das eigentlich für Entspannung sorgt, tritt dabei in den Hintergrund, was es schwierig macht, sich wieder zu beruhigen.
Diese anhaltende Alarmbereitschaft zeigt sich oft über den Körper: Herzrasen, flache Atmung, Muskelverspannungen, ein flauer Magen, Übelkeit, Schwindel, Zittern oder sogar das Gefühl, keinen klaren Gedanken mehr fassen zu können, sind typische körperliche Reaktionen auf Angst. Manche bekommen auch feuchte Hände, einen Kloß im Hals oder das Bedürfnis, sofort zu fliehen. Der Körper macht sich bereit – auch wenn objektiv gar keine akute Gefahr droht.
Angst kann sich also auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. So stellte mir mein Therapeut einmal die Frage: „Wo ist sie eigentlich, deine Angst?“ Diese Frage ist entscheidend, weil sie uns dabei hilft, unsere Angst körperlich zu lokalisieren und zu verstehen, dass sie unterschiedlich wahrgenommen wird.
Von außen erkennt man Angst oft nicht, vor allem dann nicht, wenn keine „reale Gefahr“ besteht. Daher ist es für Mitmenschen oft schwer nachzuvollziehen, warum wir uns eigentlich schlecht fühlen.
Ein wichtiger Punkt, den ich sowohl meinen SchülerInnen als auch meinen KlientInnen immer sage, ist: „Angst zu haben bedeutet nicht, dass man nicht mutig ist!“ Angst kann uns blockieren, ja, aber sie bedeutet nicht automatisch Feigheit, sondern entspringt wie gesagt oft einer „Entgleisung unseres Nervensystems“.
Was kann Schulangst auslösen?
Wie erwähnt, macht sich Angst auf sehr unterschiedliche Arten bemerkbar. Genauso unterschiedlich können auch die Auslöser für Angst in der Schule sein. Hier nur einige der häufigeren Gründe:
Hohe Erwartungen: Ein großer Faktor für Schulangst sind die Erwartungen – sowohl von Eltern als auch von LehrerInnen. SchülerInnen haben oft das Gefühl, ständig gut sein zu müssen. Diese Angst, die Erwartungen anderer nicht zu erfüllen, kann enormen Druck erzeugen.
Prüfungsangst: Der Gedanke an Prüfungen löst bei vielen SchülerInnen Stress aus. Die Angst vor dem Versagen oder schlechten Noten kann so überwältigend sein, dass die Leistung in der Prüfung beeinträchtigt wird, selbst wenn die SchülerInnen gut vorbereitet sind.
Mobbing: Soziale Ängste und Mobbing können zu extremem Stress führen. SchülerInnen, die gemobbt werden oder Angst vor Ablehnung in der Gruppe haben, fühlen sich oft isoliert und erleben Angstzustände, die weit über den Schulalltag hinausgehen.
Angst, Fehler zu machen: SchülerInnen fürchten sich oft davor, im Unterricht etwas Falsches zu sagen oder bei einer Aufgabe zu scheitern. Dieser Perfektionismus kann Angst auslösen und das Lernen behindern.
Überforderung: Der Leistungsdruck in der Schule kann überwältigend sein, insbesondere wenn viele Aufgaben gleichzeitig anstehen. Manche SchülerInnen haben das Gefühl, dem Druck nicht gewachsen zu sein, was zu einem Teufelskreis aus Angst und Versagen führen kann.
Soziale Isolation: Fehlende Freundschaften oder Ausgrenzung in der Klassengemeinschaft können ebenfalls Ängste hervorrufen. Diese soziale Isolation kann dazu führen, dass SchülerInnen sich in der Schule nicht sicher oder wohlfühlen.
3 Tipps bei akuter Angst
Wenn du selbst von Angst in der Schule betroffen bist, versuche unbedingt diese 3 Tipps. Sie können dir dabei helfen, dein Nervensystem so schnell wie möglich zu beruhigen!
Atmung regulieren: Tiefe, langsame Atemzüge aktivieren den Vagusnerv, der das parasympathische Nervensystem stimuliert und den Körper in einen Entspannungsmodus versetzt. Eine einfache Atemtechnik ist die 4-7-8-Methode: 4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden den Atem halten, 8 Sekunden ausatmen. Dies beruhigt den Herzschlag und reduziert akuten Stress.
Bodyscan machen: Sich auf den eigenen Körper zu konzentrieren, lenkt die Gedanken von der Angst ab und hilft, sich zu erden. Beim Bodyscan gehst du gedanklich durch deinen Körper, spürst die Berührungspunkte mit dem Boden oder der Umgebung und nimmst jede Spannung bewusst wahr.
Körperliche Bewegung: Bewegung, auch wenn sie nur leicht ist, baut die im Körper freigesetzten Stresshormone ab. Ein Spaziergang oder ein paar einfache Dehnübungen helfen dem Nervensystem, in einen ruhigeren Zustand zu kommen und die überschüssige Energie abzubauen.
Workshop zu Prüfungsangst und Stressbewältigung
Gemeinsam mit der lieben Lele habe ich mir zum Ziel gesetzt, SchülerInnen beim Thema Angst in der Schule zu unterstützen. In unserem MindYourBody-Workshop für OberstufenschülerInnen lernst du wertvolle Tools und Techniken, um mit Prüfungsangst, Notendruck und stressigen Emotionen umzugehen. Wir nutzen mentale Techniken, Körperaufmerksamkeit und Atemübungen, um dir zu helfen, dein Nervensystem zu beruhigen und dich auf Prüfungen vorzubereiten. Der Workshop vermittelt dir außerdem Wege, wie du stressige Situationen im Schulalltag mit mehr Leichtigkeit, Konzentration und Energie bewältigen kannst.
Wann: Samstag, 16. November, 14:30 – 17:30 Wo: Zennergasse 10, 1160 Wien Preis: 120€ – Early Bird bis 16.10 nur 90€ Anmeldung: hallo@lele.wien